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Daten und Fakten: Schweiz

Nach Schätzungen des BAG leben 2019 etwa 50-60 Kinder und Jugendliche mit HIV in der Schweiz. (Quelle: Bundesamt für Gesundheit, 2019. Persönliche Kommunikation: Sektion Epidemiologie). Seit über 15 Jahren werden in der Schweiz erfreulicherweise ganz vereinzelt HIV-positive Kinder geboren. Dieser seltene Fall kann geschehen, wenn eine Mutter nichts von ihrem HIV-Status weiss und sich während der Schwangerschaft nicht testen lässt. In der Schweiz werden heute alle Schwangeren, die unter ärztlicher Aufsicht sind, auf HIV getestet.

Die infizierten Kinder in der Schweiz werden mit antiretroviralen Medikamenten behandelt. Die meisten der HIV-positiven Jugendlichen sind „Überlebende“ der ersten Jahre, in denen man wenig wusste rund um das HI-Virus, die Übertragungswege und die Therapie. Sie haben ihre Eltern oder mindestens einen Elternteil an Aids verloren. Ihre Mütter gaben das HI-Virus an sie weiter.

Heute leben gut 15’000 HIV-positive Menschen in unserem Land (HIV-cascade in Switzerland). Wie viele davon HIV-negative Kinder haben, ist statistisch nicht erfasst, jedoch geht man davon aus, dass die allermeisten Kinder und Jugendliche der Schweizer Mutter-und-Kind-Kohorte (MoCHiV) bekannt sind . Wo die Eltern HIV-positiv sind, greifen medizinische Versorgung und Sozialsystem und die Kinder müssen nicht als Waisen aufwachsen. Selbstverständlich kann eine HIV-Infektion in der Familie für die Kinder belastend sein. Aber für sei gibt es ein fein gewebtes Netz vom Aidsberatungsstellen, Unterstützungsfonds, Sozialarbeitern und Psychologinnen, die sie auffangen können.  Die Stiftung Aids & Kind verabschiedete sich daher Ende 2014 aus ihrem Engagement in der Schweiz.