Spenden Sie jetzt.
Helfen Sie hier.

Prävention mit Theater und HIV-Test in Westkenia

Abgeschlossenes Projekt

Die zeitliche Begrenzung dieses Projektes auf 3 Jahre war von Beginn an klar. Deshalb wurde im dritten Projektjahr der Aufbau von Schüler-Gesundheitsclubs forciert. Diese von den Schülern selbst geführten regelmässigen Treffen werden auch zukünftig weiter funktionieren, denn sie werden in die Obhut der Aids Control Unit überführt. Das regionale Gremium ist der lokalen Vertretung des Bildungsamtes angesiedelt und arbeitet eng mit den Gesundheitsbehörden zusammen.

In Mumias, Westkenia, gibt es vor allem Armut, Zuckerfabriken, Fernfahrer und in der Folge eine überproportionale HIV/Aidsrate. Die unter diesen Umständen lebenswichtige Aids-Prävention erreicht die Kinder und Jugendlichen kaum, weil sich die Lehrkräfte mit dem Tabuthema Sexualität schwer tun und die Schulen extrem leistungsorientiert sind. Die kulturellen Normen und der Lehrplan verbieten es Lehrkräften als Respektpersonen eigentlich, über Sex zu sprechen. Die Kinder werden jedoch früh geschlechtsreif und setzen sich aufgrund der höhen HIV/Aids-Prävalenz, mit ungeschütztem Sex einem sehr hohen Risiko aus.

Darum trägt unser Partner SAIPEH die Prävention mit Theater und Gesundheitssprechstunden in die Schulen. Diese Form der Informationsvermittlung hat in der Kultur der rund um Mumias lebenden Ethnie der Luhiya einen sehr hohen Stellenwert und Glaubwürdigkeit. SAIPEH trainiert auch Lehrkräfte mit einem eigens für den kenianischen Syllabus erarbeiteten Handbuch, das es den Respektpersonen leichter machen soll, das Tabuthema zu thematisieren.

Ergänzt werden die Präventionsveranstaltungen mit mobilen HIV-Schnelltestungen (VCT) für die Dorfbevölkerung, die SAIPEH jährlich an 9 Primar- und 9 Sekundarschulen vornimmt. Dort werden die Testwilligen in einem extra dafür abgestellten Schulzimmer vor und nach dem Test beraten; so wird auch bei Erwachsenen ganz nebenbei noch einmal wirkungsvoll Prävention gemacht. Dass es funktioniert und das Testangebot genutzt wird, zeigte unser Besuch vor Ort eindrücklich.

Projektziel

Verbessertes Wissen und Schutzverhalten durch alters- geschlechts- und kulturgerechte Aufklärung und HIV/Aidsprävention bei Schülerinnen und Schülern an jährlich 9 Primar und 9 Sekundarschule. Jährlich werden zwischen 12’500 und 15’820 Kinder erreicht. In den drei Jahren der Projektdauer sollen so alle Primar und Sekundraschulen der Provinz erreicht werden. Verbesserte Durchtestung zum Unterbrechen von HIV-Übertragungen (auch Mutter-Kind) bei  jungen Mädchen.