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Filmtipp: «Geliebtes Leben»

Regisseur Oliver Schmitz hat den beeindruckenden südafrikanischen Beitrag am Filmfestival Cannes 2011 gedreht. Die 12 jährige Chandra und ihre zwei Halbgeschwister werden nach dem Tod des Vaters und der kleinen Schwester von der Mutter verlassen, die zum Schutz ihrer Kinder bereits sehr krank aus dem Dorf flieht. Chandra ahnt, warum das so ist, und sie hält sich nicht mehr an die Regeln des Schweigens.

Der Film thematisiert die auf Unwissen und vor allem aber Angst basierende Stigmatisierung, der von HIV/Aids-Betroffenen und ihre Angehörigen im südlichen Afrika ausgesetzt sind und zeigt eindrücklich deren schreckliche Konsequenzen. Und wie viel Mut und Kraft es braucht, um gegen das Schweigen und andere Tabus anzukämpfen. Schmitz verzichtet erfreulicherweise auf jeglichen Ethnokitsch und hat den Mut, das Thema in seiner Härte feinfühlig aber ohne Beschönigung zu zeigen. Negativ zu Buche schlagen einzig die für die Mädchen zu piepsig gewählten Stimmen der Deutschen Synchronisation.

Details

Geliebtes Leben (Franz. Le secret de Chanda, Englisch: Life above all), 100 Minuten, ab 12 Jahren freigegeben. Senator Home Entertainment 2011.